Zur Lage der Erdbebenherde in der Zollernalb:
Anmerkungen zu der Veröffentlichung
"Zur Neotektonik der Zollernalb:
Der Hohenzollerngraben und die Albstadt-Erdbeben" von J. Reinecker & G. Schneider
Von
KARL HILLER
Kurzfassung
Die Veröffentlichung von J. Reinecker & G. Schneider (2002) schließt mit einem Hinweis auf A. Roll (1931), nach dem zwischen Hohenzollerngraben und Erdbeben kein Zusammenhang bestehen könne. Dieser Meinung können sich Reinecker & Schneider nicht anschließen ("Wir glauben, daß sich da Roll irrte").
Bereits 1935 - und erstmalig - hat W. Hiller (1935) aufgrund seiner Auswertung und Interpretation von Seismogrammen eines relativ engen Netzes von Erdbebenstationen u.a. auch die Herdlage (Hypozentrum) der Erdbeben in der südwestlichen Schwäbischen Alb mit "hinreichender Genauigkeit" bestimmt. Demnach liegen die Herde in der Zollernalb (Dreieck Balingen-Ebingen-Onstmettingen) zweifelsfrei im kristallinen Grundgebirge (Teufenbereich i.a. 5-20, max. 40 km), die Epizentren befinden sich 4 bis 7 km vom Westrand des Hohenzollerngrabens (Ausstrich Oberfläche) und halten sich somit an den Verwerfungsbereich des Hohenzollerngrabens.
J. Reinecker & G. Schneider erwähnen allerdings diese damalige Pionierarbeit von W. Hiller nicht.
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