Perspektiven der Verwendung multispektraler
Fernerkundungsdaten im Rahmen flächen-distributiver Berechnungen der Grundwasserneubildungsrate
im Mittelgebirgsraum
Von STEPHAN SEELING & HELLA AHRENDS
Mit 5 Abbildungen und 2 Tabellen
Kurzfassung
Im Rahmen mehrerer Projekte und Forschungsvorhaben wurden im Fach Fern-erkundung an der Universität Trier fernerkundlich erhobene Daten - zumeist abgeleitet aus Landsat TM- bzw. ETM+-Daten - zur Parametrisierung hydrologischer Modellsysteme herangezogen. Im Fokus dieser, durch gute Simulationsergebnisse ausgezeichneten Arbeiten, stand jedoch meist die Prognose von Abflusswerten und die Analyse der Abflussbildung als Werkzeug der Hochwasserprävention. Im Hinblick auf den auch in den humiden und meist industriell geprägten Klimaräumen hohen Bedarf an der Ressource Grundwasser lag es nahe, die Verwendung von Fern-erkundungsdaten auch im Rahmen von Modellsystemen zur Prognose der Grundwasserneubildung zu prüfen. Vor diesem Hintergrund erfolgt zunächst die Darstellung der potenziell mit Methoden der Fernerkundung zu erhebenden Informationen, deren Integration in hydrologische Modelle und ein Vergleich mit anderen Datenquellen am Beispiel der Landbedeckung. Der anschließende Vergleich beispielhafter Systeme zeigt, dass modular aufgebaute Modelle, die in der Lage sind, einzelne Wasserhaushaltskomponenten flächendistributiv zu berechnen, durch die Verwendung von Fernerkundungsdaten in ihrer Aussagegüte gesteigert und als sinnvolles Instrument im Ressourcenmanagement eingesetzt werden können.
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