The Miocene Dislocations in the northern foreland
of the Alps: Oblique subduction and its consequences
(Basel area, Switzerland-Germany).
by HANS LAUBSCHER
With 7 Figures
Kurzfassung
Meist wird die Vorlanddeformation in 2D dargestellt, als ein lithosphärisches Vortief-Vorhoch-Paar. So hilfreich diese Darstellung für eine erste Systematisierung ist, so ungeeignet ist sie für das Verständnis von 3D-Strukturen als ein Ergebnis der Überlagerung sukzessiver Phasen (4D), wie man sie z.B. im nördlichen Vorland der Alpen am Südende des Rheingrabens findet. In dieser Gegend wurde ein frühmiozänes Vorhoch durch die Reaktivierung präexistenter Strukturen, vor allem von spätpaläozoischen und eozänen Brüchen, in komplexer Weise segmentiert. Es entstand so ein Blockfeld, dessen Bestandteile sich gegen einander zu und an einander vorbei bewegten und die ausserdem individuell gekippt und wohl auch an vertikalen Achsen rotiert wurden.
Typisch für diese Bewegungen sind Transpressionen, wie sie sich besonders gut am Dinkelbergblock demonstrieren lassen. Im Mittel- bis Spätmiozän entstand sodann ein neues Vorhoch etwas weiter im N, über dessen Südflanke die epidermale Juradecke hinweggeschoben wurde. Deren Strukturen reflektieren in mannigfacher Weise die präexistente Tektonik.
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