seit 1871 Kurzfassungen der Jahresberichte und Mitteilungen: NF 83: 2001
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Lössforschung im nordwestlichen Kraichgau

Von M. LÖSCHER & L. ZÖLLER

Mit 3 Abbildungen und 1 Tabelle

Kurzfassung

Im NW Kraichgau werden würmzeitliche Lössablagerungen bis zu 20 m mächtig. Sie sind durch den Eltviller Tuff und zahlreiche interstadiale Bodenbildungen gut gegliedert. Im Nußlocher Steinbruch der "Heidelberger Zement-AG" findet man derzeit eines der am stärksten gegliederten Lössprofile ganz Europas. In ihm sind die meisten der bisher bekannten Klimaschwankungen der Würmeiszeit in Form von +/- deutlich ausgeprägten interstadialen Bodenbildungen vertreten. Mit der pedologischen Gliederung des würmzeitlichen Lössprofils von Nußloch erreicht man inzwischen eine ähnlich detaillierte Auflösung der Klimaschwankungen der letzten Eiszeit wie in den Tiefseebohrkernen des Nordatlantiks oder wie in den grönländischen Eisbohrkernen.

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