Lössforschung im nordwestlichen Kraichgau
Von M. LÖSCHER & L. ZÖLLER
Mit 3 Abbildungen und 1 Tabelle
Kurzfassung
Im NW Kraichgau werden würmzeitliche Lössablagerungen bis zu 20 m mächtig.
Sie sind durch den Eltviller Tuff und zahlreiche interstadiale Bodenbildungen gut gegliedert.
Im Nußlocher Steinbruch der "Heidelberger Zement-AG" findet man derzeit eines der am
stärksten gegliederten Lössprofile ganz Europas. In ihm sind die meisten der
bisher bekannten Klimaschwankungen der Würmeiszeit in Form von +/- deutlich ausgeprägten
interstadialen Bodenbildungen vertreten. Mit der pedologischen Gliederung des würmzeitlichen
Lössprofils von Nußloch erreicht man inzwischen eine ähnlich detaillierte Auflösung der Klimaschwankungen
der letzten Eiszeit wie in den Tiefseebohrkernen des Nordatlantiks oder wie in den
grönländischen Eisbohrkernen.
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