Löß im Kaiserstuhl - Ablagerungen
und Landschaftsformen
Von KARL SCHÄDEL
Mit 7 Abbildungen
Zusammenfassung
Die Lößdecke des Kaiserstuhlvulkanes besteht überwiegend aus dem Löß der
letzten Eiszeit, dessen subaerisches Relief weithin, trotz der Terrassierung durch
den Weinbau, heute noch zu erkennen ist. Mit Hilfe einer Forschungsbohrung
wurde nachgewiesen, daß sich gleichzeitig auf Rücken und in Tälem Löß ablagerte
und zwar ungeschichtet auf den Rücken in hoher Mächtigkeit, geschichtet und mit
geringerer Mächtigkeit in den Tälem als Schwemmlöß. - Im Lee der Vulkanfelsen
erfolgte die Ablagerung in strichförmigen Grasdünen, im Luv in "Baßgeigendünen".
Die Leedünen verlaufen kilometerweit in der Windrichtung und prägen der
Landschaft ein neues, paralleles Talnetz auf-, das sich zwischen den Dünen gleichzeitig
entwickelt.
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