Zur Stratigraphie und Verbreitung der
Liegenden Bankkalke südwestlich Westerheim
(Schwäbische Alb)
Von CHRISTINA EBERHARDT & MATTHIAS GEYER
Mit 3 Abbildungen
Abstract
In the central part of the Swabian Alb (map sheet 7423 Wiesensteig and 7523
Münsingen) new mapping showed a difference with older geological maps. An
Upper Kimmeridgian limestone serie ("Liegende Bankkalke") in a former quarry
("Am Salzwinkel") and a new drilling ("RP 2/95 Egelsee") has been analyzed with
several stratigraphical methods. The carbonate content varies from 89-96% in the
limestones and from 65-75% in the marly interlayers. Contrary to older geological
maps, "Liegende Bankkalke" had been identified in the drilling core with a thickness of more than 40.5 m. Both investigated series show intercalations of breccias
completing the paleogeographical scenario of the Upper Jurassic in South Germany.
Zusammenfassung
Auf der mittleren Schwäbischen Alb wurden im Grenzbereich der TK 7423
Wiesensteig und TK 7523 Münsingen ältere Kartierungen im höheren Oberjura
überprüft. Die im Rahmen einer Diplomkartierung erfolgte feinststratigraphische
Neuaufnahme einer Abfolge der Liegendein Bankkalke (ki4) im aufgelassenen
Steinbruch "Am Salzwinkel" SE der "Heuberghöfe" wurde durch die Bearbeitung
der 1995 abgeteuften Forschungsbohrung "RP 2/95 Egelsee" SW Westerheim
ergänzt. Im Bereich der Bohrung wurden im Gegensatz zu älteren Kartierungen
ebenfalls Liegende Bankkalke (ki4) mit einer Mächtigkeit von 40,5 m nachgewiesen,
wobei das Liegende nicht mit Sicherheit erreicht worden ist. Neben
feinstratigraphischen Aufnahmen wurden auch Bestimmungen des Gesamtkarbonatgehaltes
durchgeführt. Während die Werte für die Kalksteinbänke bei
89-96% liegen, schwanken sie in den Mergellagen zwischen 65-75%. Sowohl im
Steinbruch als auch in der Bohrung kommen Brekzienlagen vor, deren Entstehung
durch Aufwirbeln mit nachfolgender Resedimentation infolge von Rutsch- oder
Gleitvorgängen an steilen Paläoabhängen erklärt wird.
|