Das Bodenradar und seine Anwendung
zur Erkennung tektonischer Strukturen:
ein Beispiel aus dem Freudenstädter Graben
(Schwarzwald, Südwestdeutschland)
Von ULRICH ASPRION, KLAUS REICHERTER & MARTIN MESCHEDE
Mit 6 Abbildungen
Abstract
First results of a field study applying a Ground Penetrating Radar (GPR) system
with 300 MHz frequency for the detection of tectonic surfaces and structures are
presented. A quarry in the Upper Muschelkalk in Dornstetten near Freudenstadt
(SW-Gerrnany) was chosen as a test section, where ideal conditions, such as
soil-free terraces, no groundwater, peculiar tectonic features and lithological
contrasts were encountered. Results of an analysis of brittle tectonic structures,
visually observed profiles, and radar sections are correlated, which show striking
similarities. The GPR system is a non-destructive tool in structural analysis, which
very rapidly provides underground information similar to seismic lines but with
higher resolution in the range of cm- to m-scale.
Zusammenfassung
Vorgestellt werden erste Ergebnisse einer Geländestudie, bei der ein Bodenradar-
System (Ground Penetrating Radar, GPR) mit 300 MHz Frequenz eingesetzt wurde,
um tektonische Flächen und Strukturen zu erkennen. Ein Steinbruch bei Dornstetten
in der Nähe von Freudenstadt (SW-Deutschland) bietet ausgezeichnete
Bedingungen, wie oberbodenfreie, ebene Terrassen, kein Grundwasser, spezielle
tektonische Strukturen und lithologische Kontraste. Die Resultate aus den Analysen
bruchhaft verformter Gesteine, beobachteter Profile und den Radargrammen zeigen
auffällige und korrelierbare Ähnlichkeiten. Das GPR-System ist ein zerstörungsfreies
Werkzeug, mit dem sehr schnell seismischen Profilen ähnliche Daten über
den Untergrund aber mit einer wesentlich höheren Auflösung im cm- bis m-Bereich
gewonnen werden können.
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