Die Iller, Geschichte der Morphologie, Sedimentologie und
Ökonomie eines Alpenflusses
Von HANS-ERICH REINECK
Mit 17 Abbildungen, 3 Tabellen, 1 Karte
Zusammenfassung
Die Iller mit ihrer heutigen Länge von 147 Fluß-km begann als Wildfluß, und zwar als Flußtyp "braided
river", mußte Felsengen durchbrechen und mäandrierte im Flachland in den Flußauen. Flußbegradigungen
und Einengungen gegen Überschwemmungen, Ableitungen für Mühlenbetriebe und Textilindustrie,
Staustufen und Kanalisierungen für Elektrizitätsgewinnung trugen dazu bei, den Flußlauf immer
unnatürlicher werden zu lassen. Aus dem Naturfluß wurde morphologisch ein Kanal, ein Kunstwasserlauf.
Sedimentologische Daten der oberen Iller, wie qualitative Zusammensetzung vom Geschiebe,
Korngrößenanalysen von Sanden und mineralogische Daten der Tonfraktion sowie Schwebstoff-Frachten
in t jährlich (1980-1985) und täglich (für Juli 1981), Schwebstoffmengen g/m3 , werden wie der jeweilige
Abtrag quantitativ gegeben und wasserbauliche Probleme dargestellt. Wasserbauer müssen bei Eingriffen
in die Natur die Zukunft erkennen können.
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