Historische Bergbaureviere in den Vogesen
Von MATTHIAS GEYER
Mit 3 Abbildungen und 1 Tabelle
Abstract
The beginning of mining activities in the Vosges Mountains can be placed in the Celtic-Roman period. A first phase of intensive mining took place
in the Early Middle Age. But these activities came to an end almost everywhere until the "Golden Age" of Vosges mining during the 16th century.
A second flourishing period can be traced from the beginning of the 18th to the 19th century. But technical progress could not prevent the exhaustion
of most of the mines. The last mine in the district of Sainte Marie aux Mines was closed in 1940.
Today, a fluorite mine in Maxonchamp and the
potash mines in the Rhine Valley are the only sites of mining activity that had lasted for centuries.
Most of the mines are linked to stratiform lead-zinc and lead-copper ore, often silver-bearing and situated in the Precambrian
crystalline Vosges basement and in the overlaying Palaeozoic. They are usually located close to the main fault systems which are
considered to be ideal for the circulation of metalliferous hydrogenic solutions.
Historically, the sector of Sainte Marie aux Mines is the most important silver prospect in France. Sedimentary iron ores of the
Western and the Eastern slope of the Vosges were also important.
Zusammenfassung
Die Anfänge des Bergbaus in den Vogesen liegen in keltisch-römischer Zeit. Nach einer ersten Blütezeit im Hochmittelalter kam der Bergbau fast
vollständig zum Erliegen, bevor im 16. Jahrhundert das "Goldene Zeitalter" einsetzte. Zu einer letzten Blütezeit des Bergbaus in den Vogesen kam
es dann noch einmal an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Doch konnte der technische Fortschritt das Erschöpfen und das Ende eines
wirtschaftlichen Abbaus der Lagerstätten nicht verhindern. Bis auf einen Flußspatabbau in Maxonchamp und die Kalibergwerke in der Rheintalebene ist die jahrhundertelange bergmännische Gewinnung von Rohstoffen in den Vogesen mit der Schließung des letzten Abbaubetriebes in Sainte
Marie aux Mines 1940 zu Ende gegangen.
Hauptziele des Bergbaus waren die weit verbreiteten, schichtgebundenen und häufig silberhaltigen Blei-Zink und Blei-Kupfer Gangvererzungen
des präkambrischen Grundgebirges und des auflagernden Paläozoikums. Die Lagerstätten sind in der Regel an große Störungssysteme gebunden,
welche als Schwachstellen in der Erdkruste eine oberflächennahe Zirkulation metallhaltiger, wässeriger Lösungen erlaubten.
Das Revier Sainte Marie aux Mines ist die historisch bedeutsamste Silberprovinz in Frankreich. Daneben spielten auch die sedimentären Eisenerze
am Westabhang der Vogesen sowie in der Vorbergzone des Oberrheingrabens eine gewisse Bedeutung.
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