Geologie und Tektonik der Eisenerzlagerstätte Nothweiler
am Westrand des Oberrheingrabens
Von UTA C. HELD & MICHAEL A. GÜNTHER
Mit 9 Abbildungen und 1 Tabelle
Zusammenfassung
Die Eisenerzlagerstätte Nothweiler sitzt im Buntsandstein der westlichen
Oberrheingrabenrandstörung auf, die gleichzeitig auch die westliche Randstörung des Zaberner
Bruchfelds ist. Diese teilweise vererzte Störung begrenzt eine besonders stark herausgehobene Scholle
des saxonischen Bruchschollenmosaiks nach Osten. Vor allem sekundärer Goethit und Hämatit bauen
die mind. 59000 t Erz mit durchschnittlich 10,7% Eisen auf Spuren von Blei, Zink und Silber in den
Eisenerzen deuten auf eine primäre Mineralisation aus silberhaltigem Bleiglanz und Zinkblende hin,
die in größerer Teufe noch vorhanden sein dürfte. Die Öffnung der Gangspalte erfolgte auf 40°-streichenden Störungsabschnitten durch Schrägabschiebungen bei gleichzeitigen dextralen
Bewegungen auf 30°- und geraden Abschiebungen auf 50°- bis 60°-streichenden Störungsabschnitten.
Das diese Tektonik verursachende Streßfeld war im frühen Miozän aktiv, womit auch das Alter der
Gangspaltenöffnung auf diese Zeit festgelegt werden kann.
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