seit 1871 Kurzfassungen der Jahresberichte und Mitteilungen: NF 72: 1990
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Der Lamprophyr von Hofstetten im Granulit- und Gneisgebiet südlich Haslach (Zentralschwarzwald)

Von HELMUTH HRADETZKY & WOLFGANG SIEBEL

Mit 6 Abbildungen und 2 Tabellen

Abstract

South of the Kinzig-valley, close to the village of Hofstetten, a lamprophyre dyke which can be classified as kersantite has been mapped for the first time. The outcrop can be traced for 250 meters along strike. K-Ar-analysis of biotite yielded an age of intrusion of 323 + 8 Ma. The age of an intense alteration determined on sericite is 296 + 9 Ma. The host rocks consist predominantly of pre-Hercynian gneisses. To the north these gneisses are cut by a narrow zone of kyanite-bearing granulite facies rocks. The granulites exhibit superimposed folding structures with locally developed detachment horizons.

Zusammenfassung

Im Kinzigtalbereich wurde südwestlich von Hofstetten ein gangförmiges Lamprophyrvorkommen entdeckt und auskartiert. Das Gestein streicht auf einer Länge von 250 m aus, die Gangbreite variiert im Meterbereich. Es ist aufgrund seines Mineralbestandes als Kersantit anzusprechen. K-Ar-Datierungen ergaben für das Intrusionsalter 323 + 8 Ma (Biotit) und für den Zeitpunkt einer intensiven Alteration 296 + 9 Ma (Serizitbildungsalter). Den geologischen Rahmen des Vorkommens bilden prä-variskische Gneiseinheiten, die von einer schmalen Zone disthenführender granulit-fazieller Gesteine durchbrochen werden. Kennzeichnend für diese Zone sind unter anderem komplizierte Deformationsbilder mit Faltungs- und Abscherungshorizonten.

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