seit 1871 Der OGV: Ziele | Leistungen | Mitgliedschaft | Geschichte | Vorstand | Satzung
  Aktuelles     Home      Info  Tagungen Publikationen    GeoLinks Impressum  ? 

...Seite runter 
Was ist der OGV?

Der Oberrheinische Geologische Verein ist eine freie Vereinigung von Geologen und anderen Geowissenschaftlern sowie Freunden der Geologie. Er wurde am 17. August 1871 in Bad Rotenfels (bei Baden-Baden) von zwölf Fachgelehrten und Freunden der Geologie und Mineralogie gegründet. Den Anstoß dazu gab ADOLF KNOP (geb. 1828 in Altenau am Harz), damals Professor der Geologie an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Die Gründer setzten sich ein für
  • die Erforschung der geologischen Verhältnisse der "oberrheinischen Gebiete Deutschlands",
  • die geologische Landesaufnahme
  • die Einrichtung einer Badischen Geologischen Landesanstalt.

Ab 1880 kam die Erforschung der Erdbeben im Oberrheingraben hinzu, was zur Einrichtung einer "Erdbebenkommission" führte.

Rasch gewann der OGV Freunde auch außerhalb Badens, so dass er 1880 schon über 100 und 1910 über 400 Mitglieder zählte. Heute gehören dem Verein rund 800 Mitglieder an, die über das ganze Bundesgebiet und das europäische Ausland sowie in Übersee verteilt sind.

Seine Mitglieder sind Geowissenschaftler der Staatlichen Geologischen Dienste und der freien Wirtschaft, Hochschullehrer, Studierende, Lehrer und viele Hobby-Geologen aus den unterschiedlichsten Berufen.

...Seite runter  ...Seite hoch
Welche Ziele hat der OGV heute?

Wie schon zur Zeit seiner Gründung versteht sich der Verein als Forum für die geowissenschaftliche Erforschung der Regionen im Einzugsbereich des Oberrheins und in seiner weiteren Umgebung, unabhängig von Ländergrenzen. Der OGV will geowissenschaftliche Themen und Neuerkenntnisse aus diesem Bereich unter Fachleuten diskutieren, sie auf Tagungen und in Veröffentlichungen präsentieren und dabei auch interessierten Nicht-Spezialisten näher bringen.

Dazu zählen heute nicht nur Themen der gebietsbezogenen geowissenschaftlichen Grundlagenforschung in den Bereichen

  • Regionale Geologie
  • Erd- und Landschaftsgeschichte
  • Paläontologie
  • Mineralogie und Petrographie
  • Bodenkunde
  • Geomorphologie
  • Geophysik (insbesondere Seismologie)

sondern auch solche aus der Angewandten Geologie mit den Disziplinen

  • Umweltgeologie
  • Hydrogeologie
  • Ingenieurgeologie
  • Rohstoffgeologie
  • Geothermie

und die wachsende Bedeutung gewinnenden Themen im Zusammenhang mit Geotopen und Geotourismus wie

  • Erfassung und Schutz geologisch wertvoller Aufschlüsse
  • Präsentation von Geotopen

Darüber hinaus unterstützt der OGV

  • den Erhalt von geowissenschaftlichen Sammlungen und Museen
  • die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung der Geowissenschaften in der Gesellschaft

...Seite runter  ...Seite hoch
Was bietet der OGV?

Der Oberrheinische Geologische Verein

  • veranstaltet gut vorbereitete Jahrestagungen, immer in der Woche nach Ostern. Sie finden an wechselnden Orten statt, innerhalb und außerhalb des Einzugsbereichs des Oberrheins (im Inland wie im Ausland), und bieten zahlreiche Fachvorträge und Exkursionen zu lokalen und überregionalen geowissenschaftlichen Themen. Die Tagungen sind
    • interessant für Fachleute
    • lehrreich für Studierende
    • anregend für Lehrer
    • informativ für alle Freunde der Geowissenschaften
  • veröffentlicht zu den Exkursionen der Tagungen ausführliche, gebundene Exkursionsführer mit anerkannt hohem fachlichem Standard
  • gibt eine sorgfältig redigierte und anspruchsvoll ausgestattete Fachzeitschrift heraus, die in der heutigen Form seit 1911 erscheinenden "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins". Darin können Mitglieder, aber auch andere Autoren Originalbeiträge zu geowissenschaftlichen Themen veröffentlichen (nach jeweils fachlicher Prüfung). Die Zeitschrift genießt im In- und Ausland hohes Ansehen und erscheint einmal jährlich in Buchform.
  • ermöglicht fachlichen Rat unter Mitgliedern
  • bietet eine "Familienatmosphäre der Oberrheiner" untereinander

...Seite runter  ...Seite hoch
Wie wird man Mitglied im OGV?

Es genügt ein formloser Antrag per Brief, Fax oder E-Mail beim Schatzmeister (oder gegebenenfalls bei einem der anderen Vorstandsmitglieder). Er nimmt auch Änderungen von Adressen und Bankverbindungen der Mitglieder entgegen. Sie können aber auch ein vorgefertigtes Anmeldeformular ausdrucken und an die angegebene Adresse senden.

Anmeldeformular

Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich nur € 39,- für Studierende sogar nur € 20,-.

Die Beiträge werden im Lastschriftverfahren durch den Schatzmeister des OGV eingezogen (gilt nur bei Banken in Deutschland, anderenfalls Bezahlung mit Auslandsüberweisung).

Spenden werden erbeten auf das Konto des Oberrheinischen Geologischen Vereins e. V. bei der Postbank Karlsruhe (Konto-Nr. 67 054 759, BLZ 660 100 75), bei Auslandüberweisungen IBAN: DE91 6601 0075 0067 0547 59, BIC (SWIFT-Code): PBNKDEFF.

Der OGV ist berechtigt, Spendenbestätigungen für steuerliche Zwecke auszustellen. Die Mitgliedsbeiträge sind wie Spenden abziehbar.

 Liste der Ehrenmitglieder des OGV

...Seite runter  ...Seite hoch
Zur Gründungsgeschichte des OGV

Gründer des Vereins waren zwölf südwestdeutsche Geowissenschaftler und fachkundige Laien, die "sich aus Beruf oder Neigung für die geologischen Verhältnisse des Vaterlandes interessiren" (WITTMANN 1958: 4).
Den Anstoß zur Gründung gab ADOLF KNOP (geb. 1828 in Altenau am Harz, gest. 1893 in Karlsruhe), damals Professor der Geologie an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Foto aus Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N. F. 55 (1973), nach C. KLUTH: Beitr. naturkdl. Forsch. SW-Deutschld., 31 (1972).

Die anderen Gründungsmitglieder waren:

J. R. Blum

JOHANN REINHARD BLUM (geb. 1802 in Hanau, gest. 1883 in Heidelberg), damals Professor der Mineralogie an der Universität Heidelberg; Foto aus O. WITTMANN: Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N. F. 40 (1958)

E. W. Benecke

ERNST WILHELM BENECKE (geb. 1838 in Berlin, gest. 1917 in Straßburg), damals Professor der Geologie an der Universität Heidelberg; Foto aus O. WILCKENS: Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N. F. 8 (1919)

EMIL WILHELM COHEN (geb. 1842 in Aakjar, Jütland, gest. 1905 in Greifswald), damals Dozent der Geologie an der Universität Heidelberg; Foto aus Sammlung der Universität Greifswald (Institut für Geographie und Geologie), einschl. Texten frdl. zur Verfügung gestellt von Herrn Prof. em. Dr. K.-H. Hennings, Neuenkirchen bei Greifswald, vermittelt von Herrn D. CA. Wedekind, Frankfurt/M.

LEOPOLD HEINRICH FISCHER (geb. 1817 in Freiburg i. Br., gest. 1886 in Freiburg i. Br.), damals Professor der Geologie und Mineralogie an der Universität Freiburg;

ALEXANDER VON HARDER (geb. 1832 in St. Petersburg, gest. 1880 in Dresden), Mineraloge und Zoologe, damals Privatgelehrter und Gutsbesitzer bei Achern/Baden;

P. Platz

PHILIPP PLATZ (geb. 1827 in Wertheim, gest. 1900 in Karlsruhe), Naturwissenschaftler, damals Professor am Realgymnasium in Karlsruhe; Foto aus W. REIFF: Jh. geol. L.-Amt Baden-Württ., 34 (1992)

F. Rose

FRIEDRICH ROSE (geb. 1839 in Lippstadt/Westfalen, gest. 1925 in Lippstadt), damals Dozent der Chemie an der Universität Heidelberg; Foto aus C. KLUTH: Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N. F. 66 (1984)

H. Rosenbusch

HARRY ROSENBUSCH (geb. 1836 in Einbeck/Hannover, gest. 1914 in Heidelberg), damals Dozent der Mineralogie an der Universität Freiburg. Ab 1888 erster Direktor der Badischen Geologischen Landesanstalt in Freiburg; Foto aus W. REIFF: Jh. geol. L.-Amt Baden-Württ., 34 (1992)

L.Sohnke

LEONHARD SOHNCKE (geb. 1842 in Halle, gest. 1897 in München), damals Professor der Physik an der Technischen Hochschule Karlsruhe.

W. M. Vogelsang

WOLFGANG MORITZ VOGELGESANG (geb. 1826 in Schmiedelberg/Sachsen, gest. 1888 in Mannheim), Bergingenieur, damals Professor am Realgymnasium in Mannheim; Foto aus C. KLUTH: Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N. F. 56 (1974)

WILHELM VON WEILER (geb. 1807 in Mannheim, gest. 1878 in Karlsruhe), damals Großh. Kammerherr in Karlsruhe.

 

Badhotel Rotenfels
Badhotel, Bad Rotenfels im Murgtal. 1906 abgebrochen.
Fotografie von TH. HUMPERT, Konstanz
Der Verein konstituierte sich am 17. August 1871 im ehemaligen Badhotel von Bad Rotenfels (errichtet 1843), das seine Entstehung einer in 90 m Tiefe erbohrten Na-Cl-Mineralquelle (Elisabethenquelle) verdankte. Erster Sekretär des Vereines war ADOLF KNOP (bis 1877), einen Vorstand aus Vorsitzendem, Schriftführer und Schatzmeister im heutigen Sinne gab es erst ab 1896:
Der erste Vorsitzende war
ERNST WILHELM BENECKE.
E. W. Benecke
GUSTAV STEINMANN
Der erste Schriftführer
G. Steinmann


Weitere Einzelheiten zur Gründungsgeschichte des OGV siehe WITTMANN, O.: Geschichte des Oberrheinischen Geologischen Vereins 1871--1958.-- Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N. F. 40: 1--76, Stuttgart 1958.

Liste der Vorstände des OGV

...Seite runter  ...Seite hoch
Der Vorstand des OGV 2005 - 2007 und 2008 - 2010

Vorsitzender Dr. ECKHARD VILLINGER
c/o Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
(Abt. 9 im Regierungspräsidium Freiburg)
Albertstr. 5
D-79104 Freiburg i. Br.
Fax: +49(0)761/208-3339
E-Mail: vorsitzender@ogv-online.de
Stellvertreter Dr. JOST HANEKE
Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz
Emy-Roeder-Str. 5
D-55129 Mainz
Fax: +49(0)6131/9254-123
E-Mail: stellvertreter1@ogv-online.de
  Prof. Dr. RICHARD HÖFLING
GeoZentrum Nordbayern - Fachgruppe Paläoumwelt Universität Erlangen-Nürnberg
Loewenichstr. 28
D-91054 Erlangen
Fax: +49(0)9131/852-2690
E-Mail: stellvertreter2@ogv-online.de
Schriftführer Dr. Heinz-Martin Möbus
Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
(Abt. 9 im Regierungspräsidium Freiburg)
Albertstr. 5
D-79104 Freiburg i. Br.
Fax: +49(0)761/208-3339
E-Mail: schriftfuehrer@ogv-online.de
Schatzmeister Dr. HANS-ULRICH KOBLER
Oberrheinischer Geologischer Verein e.V.
Kießstr. 24
D-70597 Stuttgart
Fax: +49(0)711/69338988
E-Mail: schatzmeister@ogv-online.de
Schriftleiter der Zeitschrift Dr. WILFRIED ROSENDAHL
Reiss-Engelhorn-Museen
C5, Zeughaus
D-68159 Mannheim
Fax: +49(0)621/293-3170
E-Mail: schriftleiter@ogv-online.de


Der Vorstand des OGV 2005 - 2007 und 2008 - 2010

von links: R. Höfling, W. Rosendahl, H.-U. Kobler, E. Villinger, J. Haneke (Nov. 2005).


Der Vorstand des OGV 2002 - 2004

von links: Rothe, Luterbacher*, Böttger, Villinger, Kobler und Haneke
*im Nov. 2003 zurückgetreten, R. Höfling nachgewählt (durch den Vorstand).


Der Vorstand 1999 - 2001

...Seite hoch
Satzung des OGV

...Seite hoch  | Der OGV | Ziele | Leistungen | Mitgliedschaft | Geschichte | Vorstand | Satzung